Christof Ronge verlässt die FDP – und bleibt der Politik doch treu

»Als Zweitkandidat für die Landtagswahl schien Christof Ronge den nächsten Schritt in der FDP zu machen. Bis der 31-jährige Tettnanger Anfang August aus der Partei ausgetreten ist.

Sechs Jahre hat Christof Ronge der FDP angehört. In dieser Zeit war er vielseitig tätig – Vorstandsmitglied im Ortsverein Tettnang-Meckenbeuren, Geschäftsführer im Kreisverband, in Wahlkämpfen (so bei der Gemeinderatswahl 2024, wo er respektable 1347 Stimmen erhielt), als Delegierter bei Landesparteitagen oder im Landesfachausschuss für Gesundheit und Soziales. Eine gewisse Bekanntheit hatte Ronge in seinem Heimatort Tettnang erlangt, als er bei der Bürgermeisterwahl 2023 antrat und im ersten Wahlgang 5,35 Prozent bekam. Im März dieses Jahres war dann klar, dass der Fachwirt für Organisation und Führung im Sozialwesen als Zweitkandidat bei der Landtagswahl am 8. März 2026 antritt. Erstkandidatin für die FDP ist im Wahlkreis 69 Ravensburg-Tettnang die 27-jährige Anja Widenmann aus Schlier.

Seit 5. August ist jedoch alles anders – an diesem Tag hat Christof Ronge als „größtmögliche Distanzierung“ seinen Austritt aus der FDP erklärt. „Ich kann kein Programm vertreten, hinter dem ich nicht stehe“, sagt er im Gespräch mit der SZ. Seine Sicht, dass die FDP keine Zukunft mehr hat, macht er daran fest, „dass es nach der Wahlniederlage bei der Bundestagswahl keinen echten und ehrlichen Neuanfang gegeben hat“. Vielmehr würden die alten Gesichter, die für das Ausscheiden aus dem Bundestag gesorgt hätten, weiter den Kurs bestimmen. […]«

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