Bild für die Modernisierung der Verwaltung

Effizienz in der BW-Verwaltung

Die Bundesverwaltung hat mit über 500.000 Beschäftigten ein Rekordhoch erreicht, während die Effizienz nach interner Analyse der Konrad-Adenauer-Stiftung sinkt. Personalkosten haben sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt, doch der Output stagniert.

In Baden-Württemberg spiegelt sich dieser Trend wider: Laut der IW-Studie „IW-Trends 3/25“ rangiert unser Land unter den drei ineffizientesten Bundesländern, mit einem übermäßigen Stellenaufbau – insbesondere +25 Prozent in Führungspositionen – und einem Potenzial für Milliardeneinsparungen. Ein Fünftel der Beamten widmet sich der Verwaltung der Verwaltung selbst, was zu Doppelarbeit und Silodenken führt.

Die „föderale Modernisierungsagenda“ von 2025 bleibt bloße Absichtserklärung; echte Reformen fehlen.

Im internationalen Vergleich unterstreicht dies die Dringlichkeit: Im Chandler Good Government Index 2025 liegt Deutschland auf Platz 7 (Score 92), solide, aber hinter Vorreitern wie Singapur (Platz 1, Score 100) oder Dänemark (Platz 2, 99), die durch digitale One-Stop-Shops und minimale Regulierungen glänzen. Die Schwächsten – Venezuela (Platz 120, Score ~20) bis Nigeria (116, 32) – mahnen, wohin ungezügelte Bürokratie führt: Stagnation und Abwanderung. Innerhalb Deutschlands performen Sachsen-Anhalt (effizienter Stellenabbau, -2 Prozent Abweichung) oder Thüringen besser als Baden-Württemberg, das trotz starker Wirtschaft unter unnötigem Personalwachstum leidet.

Expats bewerten uns im InterNations-Report 2025 auf Platz 42 von 46: „Langsame Ämter“ bremsen Innovation.

Die Landtagswahl am 8. März 2026 bietet die Chance auf Wandel.

Das neue Wahlrecht droht einen XXL-Landtag mit über 200 Abgeordneten und hohen Kosten. Themen wie Bürokratieabbau dominieren: Die Bauwirtschaft fordert schnellere Genehmigungen, Handwerksverbände kritisieren Formularfluten, IHKs plädieren für befristete Gesetze. Die Grünen halten an regulatorischen Auflagen fest, doch wo bleibt der Mut zu Zentralisierung, klaren Kompetenzen und Digitalisierung?

Als Kandidat setze ich auf faktenbasierte Reformen: Behörden fusionieren, Vetorechte abschaffen, Gesetzesflut eindämmen – inspiriert von Norwegen (Platz 3) oder Finnland (Platz 4). Baden-Württemberg kann Top-Performer werden.

Wählen Sie am 8. März Effizienz statt Stagnation. Die Zeit für Ausreden ist vorbei.

Für weitere Analysen, folgt Dr. Thilo Scholpp auf Twitter. Wenn Ihr aktiv werden wollt: schaut bei unseren Clubtreffen vorbei!

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