»Der frühere FDP-Politiker Thomas Kemmerich hat sich Frauke Petrys Projekt Team Freiheit angeschlossen und den Vorsitz übernommen – ein Bündnis, das mit radikalen Reformplänen das Parteiensystem herausfordern will.
Das politische Projekt Team Freiheit wurde von der früheren AfD-Vorsitzenden Frauke Petry ins Leben gerufen. Zunächst als Verein gegründet, versteht sich die Initiative als Anti-Partei, die Bürger und Fachleute in das Parlament bringen will. Kurz nach seinem Austritt aus der FDP trat Thomas Kemmerich dem Bündnis bei und übernahm den Vorsitz. Er begründete diesen Schritt mit tiefen inhaltlichen Differenzen zur FDP. Gemeinsam mit Petry soll das Projekt nun zur Parteigründung ausgebaut werden, den Namen der Partei wolle sie allerdings noch nicht verraten. Die inhaltliche Ausrichtung stehe allerdings schon fest.
Selbstverständnis von Team Freiheit
Team Freiheit präsentiert sich als „Anti-Partei“, die laut Webseite Parteien als Teil eines aktuellen politischen Problems sehen. Ein zentraler Anspruch lautet, das politische System grundlegend zu reformieren. Parteimitgliedschaft und Mandat sollen getrennt werden und Politiker sollen für Fehlentscheidungen haftbar gemacht werden.
Kernthemen im Programm
Auf der Webseite des Vereins sind zahlreiche politische Forderungen aufgeführt. Sie reichen von einer starken Staatskritik bis zu einer Neuordnung des Sozialstaats. Zu den Kernpunkten gehören:
Schlanker Staat: Reduktion der Staatsquote auf unter 25 Prozent, Abbau von Behörden, Ende staatlicher Subventionen.
Wirtschaft und Energie: Rückkehr zur Kernkraft, Technologieoffenheit und Vertrauen in Marktmechanismen.
Sozialstaat: Fokussierung staatlicher Leistungen auf Kinder ohne elterliche Fürsorge, alte Menschen sowie Kranke und Behinderte; Einführung einer negativen Einkommenssteuer.
Migration und Asyl: Abschaffung von Sozialleistungen als „Pull-Faktor“, Reduktion auf Sachleistungen, die Ablehnung der kulturellen Grundlagen soll zur Beendigung des Aufenthaltes führen.
Europa: „Europa der Freiheit“ mit weniger Zentralismus, mehr Eigenverantwortung der Mitgliedsstaaten.
Medien und digitale Rechte: Abschaffung der Rundfunkbeiträge, Recht auf Verschlüsselung und Schutz vor Überwachung.
Währungen: Öffnung für Wettbewerb durch Fremdwährungen, Edelmetalle oder Kryptowährungen wie Bitcoin. […]«


