»Thüringens Kurzzeit-Ministerpräsident Thomas L. Kemmerich hat die FDP mit einem Knall verlassen und eine neue politische Heimat gefunden – beim libertären „Team Freiheit“ von Ex-AfD-Chefin Frauke Petry. Kemmerich findet: Leistungsträger und Unternehmer haben in Deutschland keine Lobby. Wie meint er das? […]
Die Frage bleibt: Gibt es für Ihr Programm eine Lücke im Parteienspektrum?
Selbstverständlich, die Sehnsucht der Menschen nach freiheitlicher Politik als Gegengewicht zum linken Staatsdirigismus ist riesig. Die sogenannte Mitte wurde zunächst durch Merkel und dann durch die Ampel immer weiter nach links verschoben. Wir sind mitten in einem Kulturkampf. Da geht es nicht mehr um links oder rechts, es geht um freiheitlich gegen kollektivistisch, es geht um staatsmisstrauisch gegen staatsgläubig. Ich misstraue dem Staat grundsätzlich erst einmal. Die Staatsquote liegt bei knapp 50 Prozent. Das ist übergriffig. Und da, wo der Staat stark sein sollte, bei Migration, bei innerer Sicherheit – da versagt er. Diesen Widerspruch müssen wir auflösen.
Und das geht nur mit einem neuen politischen Angebot?
Es gibt faktisch keine Partei, die Selbstverantwortung über Staatsversorgung stellt und die Migration an den Arbeitsmarkt knüpft. Warum ist libertäre Politik in Deutschland negativ besetzt? Es handelt sich um eine anerzogene Leistungsfeindlichkeit, die die normalsten Dinge in Frage stellt: nämlich dass jeder, der dazu fähig ist, seinen Lebensunterhalt selbst verdienen muss. […]« Weiterlesen auf web.de


